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Aktionen
gegen den Bau der B 96n
Im Vorfeld der Landtags- und Kreistagswahlen am 04. September 2011 erscheinen Politiker aller Ebenen und Couleur beim Volk, auch die, die den Bau der landschafts- und naturzerstörenden B 96n auf Rügen befürworten bzw. wesentlich zu verantworten haben.
Wahlveranstaltung der CDU mit ihrer Bundestagsabgeordneten Dr. Angela Merkel und den CDU-Kandidaten für Land- und Kreistag am 24. August 2011 auf dem Alten Markt in Stralsund:
Die sehr langweiligen, wenig überzeugenden Reden wurden durch interessanten Protest (auch durch Rüganer) veredelt.
"...Für die Kanzlerin war das heute sowieso ein ganz schlechter Tag...", war am späten Abend im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über den Rest des Tagesgeschehens sinniert worden.
Und die hatten Stralsund noch gar nicht dabei.
Info - Reaktionen auf Besuch Angela-Merkels
Sommerfest der SPD in Altefähr mit Ministerpräsident Erwin Sellering und den SPD-Kandidaten für Land- und Kreistag am 21. August 2011.
Während die Aktivisten der Bürgerinitiative RIO 96 und aus den Umweltverbänden viele zur Verständigung beitragende Gespräche mit den Kandidaten und Bürgern führten, schien die Freude des Ministerpräsidenten über die Anwesenheit von Andersdenkenden gedämpft.
Anlässlich des 1. Spatenstichs zur B 96n am 15. Juni 2011 hatte sich Herr Sellering abfällig gegenüber den Umweltverbände BUND und NABU, die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur neuen Bundesstraße erhoben haben, geäußert. Im Zusammenhang mit ernsthaften Verhandlungen, die Land (Verkehrsministerium) und die Verbände zur Abwendung der Klage durch Erreichung von Kompromissen führten, wird er in Medien zitiert: „Keinen Respekt habe ich davor, wenn sich jemand seine Überzeugung abkaufen lassen will…“
Noch diskreditierender äußerte sich Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD), der gezielt aus den internen Verhandlungen mit seinem Ministerium zur Diffamierung bestens geeignete Diskussionspunkte ohne Erläuterung von Zusammenhängen herauspickte und der Presse offerierte. Neben der Forderung nach der „Erfüllung einer 30-Punkte-Liste“ würden die Verbände ihre Klage für über 4 Mill. € zurückziehen wollen, um dieses Geld „in eine weitere von ihnen kontrollierte Naturschutzstiftung“ einzubringen „für Vogelschützer und Vogelschutzmaßnahmen“. Nicht nur, dass der Minister wahlkampforientiert suggerieren will, dass es Naturschützern nicht um die Sache geht, die sie im jahrelang dauernden Planfeststellungsverfahren zur B 96n auf Rügen fachlich begründet vertreten haben, sondern dass sie käuflich sind, sich mal schnell großzügig selbst finanzieren wollen und dafür ihre Gesinnung verkaufen. Er sähe es „gelinde gesagt als moralisch zweifelhaft“ an, „die Überzeugung der Verbände gegen Geld zu tauschen“.
Steht die Frage, wer hier wohl „moralisch zweifelhaft“ agiert.
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Wer und was ist bei der Naturschutzarbeit versichert? Bin ich auch geschützt, wenn ich auf dem Weg in die Vorstandssitzung einen Unfall erleide?

