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B 96n - 3.Nachanhörung
Planfeststellungsverfahren läuft!
Eine (!) Arbeitswoche hat der Vorhabensträger (das Land
MV und in Vertretung dessen die DEGES) für alle 53
eingegangenen Einwendungen von den Trägern öffentlicher
Belange, den Privatbetroffenen sowie den anerkannten
Naturschutzverbänden eingeplant, nicht nur, um sie zu
lesen, sondern sie auch noch fachlich auszuwerten.
Donnerwetter!
Die Anhörung (zumindest die dreitägige der
Umweltverbände NABU und BUND) hat dann auch gezeigt,
dass vieles nach wie vor nicht gelöst ist.
Vom Umgang mit
Andersdenkenden:
Vorpommersche einschließlich Rügener
Wirtschaftslobbyisten scheuen keine Kosten und Mühen, um
Naturschützer und deren Unterstützer zu verunglimpfen, sie als
Verhinderer und Ursache allen wirtschaftlichen Niederganges in der
Öffentlichkeit darzustellen:

Der Gipfel des Einfalts-Reichtums:
„Wanted – Haltet den Dieb“
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"Ostsee-Anzeiger"
vom 03.03.2010: |
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"2.000 € Belohnung" |
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Die Antwort: "Was haben wir nur verbrochen?
07. Oktober 2009: Informationsveranstaltung des
Wirtschaftsvereins Rügen e.V., unterstützt von DeHoGa,
Kreishandwerkerschaft Rügen, Tourismuszentrale Rügen (TZR) und IHK
unter dem Motto: "Die Wirtschaft der Insel fordert den zügigen
Ausbau der B 96n"
Parallel zum laufenden Planfeststellungsverfahren versuchte das vom
Vorhabens-träger (Land) beauftragte Planungsunternehmen (DEGES),
speziell sein Chef-Vertreter Joachim Rascher durch populistisches
Wirken Stimmung gegen die Umweltverbände und eine
rügenverträglichere Lösung zu machen - unter Mitwirkung der OZ.
Zur Informationsveranstaltung des Wirtschaftsvereins
Rügen e.V. am 07.10.2009
Die Ostsee-Zeitung (OZ) hat sich am
Freitag (09.10.09) mit einem Aufruf zur
Stimmabgabe pro oder kontra B 96n an die
Bürger gewandt.
Die Mühe einer sachlichen Information
hat man sich nicht gemacht. Es geht schlichtweg
um Stimmungsmache.
Also bitte einmal aus dem Bauch
heraus "abstimmen"!
Vertreter der Wirtschaft und
Befürworter der B 96n hatten sich getroffen mit dem
Auftragnehmer für die Planung, der DEGES, vertreten
durch den Projektleiter Joachim Rascher. Da man
unter sich war, spielte der Umgang mit der Wahrheit
augenscheinlich nicht mehr die ausschlaggebende
Rolle. Oder hat der Journalist alles bloß so
großzügig interpretiert?Unter der Überschrift "B 96n: Die Deges reißt schon
die Häuser ab" wurde nicht etwa bedauert, dass die
Bewohner aus ihren Häusern gedrängt wurden. Nein, es
scheint, als gäbe es wieder ein Sieg zu feiern. Über
wen? Für wen?
Herr Rascher gibt sich
kämpferisch, will "den Druck auf die
Naturschutzverbände erhöhen", nichts mehr an den
Plänen der DEGES ändern usw. usw.
Als gäbe es nicht ein rechtlich
abgesichertes Planfeststellungsverfahren, in dem
die Umweltverbände (nicht nur der NABU!) ganz
gesetzeskonform beteiligt werden. Das ist auch
kein Diskutierclub, auch wenn Herr Rascher
meint, die Zeit des Verhandelns sei vorbei. Dort
wird nicht verhandelt, dort kommen die
naturschutzfachlichen Fakten auf den Tisch. Und
die DEGES hat nachzuweisen,
dass es zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung
von z.B. EU-Vogelschutzgebieten (inkl.
Vogelrastflächen), streng geschützten Arten etc.
kommt.
Bis heute hat die DEGES nicht
alle Untersuchungen dafür abgeschlossen,
nicht alle in der 3. Nachanhörung
festgelegten Unterlagen geliefert.
Sicher kann man markige
Sprüche klopfen, die Facharbeit der Experten
beider Seiten wird weiterlaufen müssen.
Und dass Herr Rascher oder
die OZ schon wissen, wie die
Verbände-Gremien sich zu einer Klage
verhalten, ist mehr als erstaunlich. Die
Behauptung Herrn Raschers: "Jetzt müssen die
Gerichte entscheiden", ist schlichtweg
falsch. Will die DEGES klagen? Gegen wen und
mit welchem Gegenstand?
Andererseits könnten die
Verbände, so sie denn wollten, auch erst
nach dem Planfeststellungsbeschluss klagen
und das zieht sich hin (s.o.).
Zum Abriss der
Wohnhäuser: die Häuser wurden den
Bewohnern "abgekauft", sonst hätte
Enteignung gedroht. In der 3.
Nachanhörung im Juli wurde bereits
bekanntgegeben, dass der neue
Eigentümer auf privater Grundlage den
Abriss für den Herbst beantragt hätte
und dies außerhalb des Verfahrens
liefe...
Es gibt also keinen Druck
innerhalb des
Planfeststellungsverfahrens, der da
aufgebaut werden kann.
Bedauerlich ist die
Aussage des Tourismusvertreters, der die
Forderung nach dem baldigen Baubeginn
mit der drohenden Verschärfung der Lage
auf den Straßen begründet. In den
DEGES-Unterlagen ist unmissverständlich
prognostiziert, dass sich nach dem
Straßenbau die Verkehrszahlen erheblich
erhöhen werden. Dadurch wird sich die
Lage auf den Straßen (z.B. Südost-Rügen)
definitiv verschärfen. Was für einen
Tourismus wollen die Touristiker
eigentlich?
Den Leuten, die da
immer von Verhinderern reden und die
Naturschützer meinen, muss man
unbedingt den Spiegel vorhalten: Der
Wirtschaftsrat der CDU u.a.
Vertreter der Wirtschaft haben
durch frühere widersinnigen Attacken
(z. B. Unterschriftenaktion gegen
FFH-Richtlinie und EU-Vogelschutz
auf Rügen) die rechtzeitige Meldung
des Landes an die EU verhindert. Auf
Grund dessen wurde das
Planfeststellungsverfahren zur B 96n
von 2005 bis 2008, also 3 Jahre (!)
lang, ausgesetzt - bis das Land die
Meldung erledigt hatte!
Glückwunsch und
danke!
Übrigens: Einen Tag
nach dem Aufruf in der OZ, wusste
die OZ schon das Ergebnis der
Befragung: 79 % für die B 96n. Na
prima. Ziel erreicht.
Man wünschte sich einfach mehr
verantwortungsvollen Journalismus,
solch einen, der erst hinterfragt,
bevor er den Mund aufmacht ...
11.10.2009
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"Ostsee-Zeitung"
vom 29.10.09: |
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"So wird die B 96n nicht gebaut" |
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"Ostsee-Zeitung"
vom 9.10.09: |
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"B 96 n: Die Deges reißt schon die
Häuser ab" |
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Als Tiger gesprungen, als
Bettvorleger gelandet:
Erster CDU-Antrag im neuen
Kreistag
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"Ostsee-Zeitung"
vom 6.10.09: |
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"Kreistag lehnt Volksbefragung zur B
96 n ab" |
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Straßenbau contra Wirtschaft
und Vogelschutz?
3. Nachanhörungsverfahren zur B 96 n auf Rügen
In der vergangenen Woche fand das 3.
Nachanhörungsverfahren zum geplanten Neubau der B 96
n zwischen Altefähr und Bergen auf Rügen statt.
Auch
das 3. Nachanhörungsverfahren bestätigte die
Auffassung der Umweltverbände, wonach dem Straßenbau
europarechtliche Bestimmungen des Vogelschutzes
entgegenstehen. Insbesondere die Beeinträchtigung
von international bedeutsamen Rastflächen verstößt
gegen europäisches Recht, das einen Schutz und eine
Verbesserung dieser Lebensräume vorschreibt. Der
Schutz der Lebensräume hat auf Rügen eine besondere
Relevanz, da hier die im europäischen Maßstab
bedeutsamen Gänse- und Kranichbestände infolge einer
Verknappung von geeigneten störungsarmen
Nahrungsflächen im Rückgang begriffen sind. Auch
angesichts einer Rüge der EU-Kommission ist dem Land
diese Problematik bekannt. Dennoch wurden im Rahmen
des kürzlich durch die Landrätin festgesetzten
EU-Vogelschutzgebietes (das im Zusammenhang mit dem
Landschaftsschutzgebiet West-Rügen ausgewiesen
wurde) die südlich der bestehenden B 96 gelegenen
Nahrungsflächen, die durch den Straßenneubau
beansprucht werden würden, bewusst aus dem
Vogelschutzgebiet ausgeklammert. Zudem gibt es nach
wie vor keinen Managementplan, der jedoch zwingend
erforderlich wäre, um der fortschreitenden
Verknappung von Nahrungsflächen entgegenzuwirken.
Das Land ist in der Pflicht, der Aufforderung der
Kommission nachzukommen und sämtliche wichtigen
Nahrungsflächen der Rastvögel in das
Vogelschutzgebiet einzubeziehen. Die Umweltverbände
fordern einen Managementplan, der sich auf alle
funktional bedeutsamen Areale zu erstrecken hat und
die Gewährleistung eines ausreichenden
Nahrungsangebotes für die Rastvögel sicherstellt.
Zudem ist die Regelung eines Jagd- und
Vergrämungsverbotes zwingend geboten.
Auch weiterer Untersuchungsbedarf wurde von den
Umweltverbänden konkret aufgezeigt. Dies betrifft
Untersuchungen zum Erhaltungszustand zahlreicher
betroffener Vogelarten und des südlichen Kubbelkower
Waldes auf geschützte Fledermausarten. Außerdem
fehlt noch die Prüfung einer möglichen
Beeinträchtigung des Vogelschutzgebietes „Kleiner
Jasmunder Bodden“, das bisher nicht einbezogen
wurde.
Die Umweltverbände haben nicht zuletzt ein
modifiziertes Alternativkonzept vorgelegt, das den
Neubau der Straße auf der bestehenden Trasse
vorsieht einschließlich Ortsumfahrungen für Rambin
und Samtens sowie der verkehrlichen Anbindung von
Teschenhagen und Rambin. Der Vorhabensträger hat
dessen Prüfung definitiv zugesagt. Für die Verbände
ist in keiner Weise nachvollziehbar, warum
letztgenannte Orte nicht an die neue Trasse
angeschlossen werden sollten. Sie haben vorgelegt,
dass dies technisch ohne weiteres machbar ist. Erst
damit könnten Unternehmen im westlichen Teil der
Insel und ihre Arbeitsplätze gesichert werden. „Es
ist schon verwunderlich, dass neben überregionalen
Verkehrserschließungszielen und dem Fährhafen Mukran
die regionale wirtschaftliche Entwicklung in den
Unterlagen als Begründung für den Straßenneubau
benannt werden und dann in Wirklichkeit ganze
Ortschaften davon ausgeschlossen werden sollen,“
konstatiert Marlies Preller vom NABU Rügen. Auch die
Prognosen für die zukünftige Bevölkerungsentwicklung
und den Verkehr seien fehlerhaft bzw. völlig
inakzeptabel. Wer im Sommer im Biosphärenreservat
bei Lancken-Granitz 25.000 Kfz/Tag als
erstrebenswertes Ziel für die Zukunft annehme,
während dieser Tage schon nichts mehr ohne Stau
abgeht, nehme das Kollabieren des Tourismus in der
wichtigsten Tourismusregion Mecklenburg-Vorpommerns
billigend in Kauf. Auch dies zeige erneut die
völlige Unzulänglichkeit der Planungen.
Bergen, 20.07.2009
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"Infos zur 3. Nachanhörung im
Planfeststellungsverfahren zum Neubau der B 96n" |
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"Ostsee-Zeitung"
vom 21.07.09: |
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"Entweder
eine neue Trasse — oder wir klagen" |
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"Ostsee-Zeitung"
vom 10.07.09: |
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"B 96: Zahlt McDonald’s die
Klage?" |
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"Ostsee-Zeitung"
vom 29.06.09: |
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"Umweltschützer fordern
Änderungen für neue B 96 auf Rügen" |
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"Planfeststellung für den Neubau
der B 96n" |
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Zur 2. Nachanhörung 2008
Seit der Vorweihnachtswoche 2005, in der die 1. Nachanhörung
zum geplanten Neubau der Bundesstraße 96 (B 96n) auf Rügen
stattfand, sind rund 2 1/2 Jahre vergangen. In dieser Zeit
hat die Landesregierung die von politischen Kreisen lange
heftig bekämpfte Schutzgebietsnachmeldung an die EU
bearbeitet und über die DEGES für die Überarbeitung der
Planungsunterlagen zur B 96n gesorgt.
Seit dem
05. Mai 2008
liegen diese nun im Rahmen der "2.
Nachanhörung" in den Ämtern Bergen, West-Rügen und Binz zur
Einsichtnahme aus. Noch bis zum 04. Juni
können sich Betroffene und andere interessierte Bürger dort
zu den üblichen Geschäftszeiten informieren. Sie können
danach oder auch gleich dort ihre Einwendung schriftlich
erheben bzw. dem Behördenmitarbeiter zur Niederschrift
diktieren.
Bis zum
18. Juni 2008 muss die
Einwendung bei der Anhörungsbehörde eingegangen sein, beim
Landesamt für Straßenbau und
Verkehr MV in Rostock.

Zur 1. Nachanhörung 2005
In der
Vorweihnachtswoche (!), am Dienstag, dem 20.12.05, begann das
Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV die Anhörung zur Ergänzung
des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der B 96n von
Altefähr nach Bergen. Ab Dienstag werden die Einwendungen der
Behörden und Umweltverbände erörtert, die der Bürger ab Mittwoch (s.
Anlage).
Diese Anhörungen fand ohne vollständige Unterlagen statt. Die
Planungsgesellschaft DEGES teilte daraufhin zu Beginn der Anhörung
mit:
In Abstimmung mit der Anhörungsbehörde wird der Themenbereich
"Verträglichkeitsprüfungen für europäische Vogelschutzgebiete" nicht
Gegenstand des für Dezember 2005 angesetzten Nachanhörungstermins
sein, ... Gleichfalls werden die "Verträglichkeitsprüfungen für
FFH-Gebiete und die Belange des Artenschutz (Unterlage:
"Untersuchung der geschützten Arten") zu diesem Thema nicht
behandelt ...
Die DEGES ließ
inzwischen Erhebungen zur Rast der Großvögel auf Westrügen
durchführen. Das Gutachten muss nach Fertigstellung dann noch einmal
in die Beteiligung gehen. Ein Planfeststellungsbeschluss ist also
auch nach der Weihnachtsanhörung aufgrund der unzureichenden Arbeit
der zuständigen Behörden und Planer nicht realistisch.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung haben Vertreter von NABU, BUND,
Bündnis 90/Die Grünen und Bürger ein deutliches, der terminlichen
Situation angepasstes Zeichen gesetzt. Schwarze Kerzen mit weißem
Kreuz wurden dem Leiter der Anhörung und den verantwortlichen
Planern der DEGES übergeben, als Symbol für die Trauer um den
Verlust an Rügens einmaliger und unersetzlicher Natur, die durch den
Neubau der dreispurigen Autobahn unwiederbringlich zerstört würde.
Angezündet wurden die Kerzen mit dem Feuer der Überzeugung, doch
noch eine Alternative auf den Weg zu bringen, in der Natur und
Mobilität gleichermaßen Berücksichtigung finden
... damit allen ein Licht aufgeht.
Pressemitteilung
Neubau der B 96n weiterhin offen
Umrahmt vom Bürgerprotest mit
schwarzen Kerzen fand in der Vorweihnachtswoche drei Tage lang die
neuerliche Anhörung von Trägern öffentlicher Belange, Umweltverbänden
und betroffenen Bürgern zum geplanten Neubau der B 96n zwischen
Altefähr und Bergen statt.
„Nach europäischem Naturschutzrecht ist die DEGES verpflichtet,
Alternativen vorzulegen. Da es eine realistische Alternative gibt, die
außerdem noch wirtschafts- und menschenfreundlicher ist und nur einen
Bruchteil des Neubaus kostet, ist diese auf jeden Fall in die
Abwägungen einzubeziehen, wenn man nicht gegen EU-Recht verstoßen
will“, verwies Marlies Preller, Vertreterin des NABU-Landesverbandes
in der Anhörung, erneut auf das Alternativkonzept des FORUM
RÜGEN/STRALSUND.
Die den Umweltverbände NABU und BUND zugesagten fundierten Daten zu
den Naturbeeinträchtigungen, insbesondere die Erhebungen zu den
Gänsen, Schwänen und Kranichen und ihren Hauptnahrungsflächen im
Bereich der geplanten Neubautrasse und im Zusammenhang mit den
EU-Vogelschutzgebieten, hat die DEGES als Vertreter des
Vorhabenträgers wiederum nicht vorgelegt. Aus diesem Grunde kann die
Bedeutung der Nahrungsflächen immer noch nicht beurteilt werden.
Ebenso gibt es keine Vorstellungen für den Ersatz verlorengehender
Flächen für die Großvogelrast von europäischer Dimension. Die
angebotenen Ersatzmaßnahmen wie die teilweise Wiedervernässung der
Polderflächen bei Breesen haben sich als fachlich falsch und völlig
ungeeignet für diesen Zweck erwiesen und wurden in Übereinstimmung mit
den zuständigen Umweltbehörden abgelehnt.
Damit sind auch nach Ansicht der Anhörungsbehörde die hohen
rechtlichen Hürden zum Neubau der Trasse in keiner Weise beseitigt
worden, die der Anwalt der Verbände, Peter Kremer aus Berlin, schon in
der ersten Anhörung klar herausgestellt hatte.
Auch für die Bauern und Landeigentümer entlang der Trasse wäre die
Realisierung der von den Verbänden vorgetragenen Alternative von
allergrößtem Vorteil. Die Einwendungen der betroffenen Bauern, die
insgesamt 170 ha Land durch Überbauung und nochmals ca. 300 ha durch
Ausgleichsflächen verlieren sollen und sich damit teilweise in ihrer
Existenz gefährdet sehen, konnten in der Anhörung ebenfalls nicht
abschließend behandelt werden. Somit wird sich das
Planfeststellungsverfahren weit über den ursprünglich geplanten, viel
zu engen Zeitraum (Baubeginn 2004) hinaus ausdehnen. Das Ergebnis ist
weiterhin völlig offen.
Kontakt:
Marlies Preller, NABU Rügen,
Rugardstr. 9 c, 18528 Bergen auf Rügen,
Tel. 03838 209708, FAX 03838 209709
NABU.ruegen@t-online.de
www.NABU-ruegen.de
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"Ostsee-Zeitung"
vom 21.12.05 : |
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"Protest mit
schwarzen Kerzen" |
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"Ostsee-Zeitung"
vom 22.12.05 : |
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"Pläne für B 96
liegen erneut aus" |
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