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Kriterien für nachhaltige Fischerei
Fragen und Antworten
 
 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Kriterien gelten und wie wird Ihre Einhaltung kontrolliert?

1. Bestandsnutzung und Bestandsmanagement

Die nachhaltige Nutzung der Bestände erfordert, die Fangmengen so zu begrenzen, dass sich die Bestände wieder regenerieren können. Dafür wurden für einige Arten, wie Dorsch, Hering, Lachs und Sprotten administrativ Fangquoten festgesetzt. Für andere Arten gelten zeitlich befristete Fangverbote bzw. ein Fangverbot in den Laichschonbezirken. Die Einhaltung dieser Regeln wird bereits streng kontrolliert und trotz des hohen bürokratischen Aufwands von den Fischern sehr ernst genommen.

Frage

Garantie heute

Garantie künftig

Wie wird festgestellt, ob ein Fischbestand noch stabil ist?

Im Durchschnitt der Jahre relativ konstante Fangmenge, Aussagen von Fischereibiologen

Untersuchungen zur Bestandsentwicklung in Form von Stichproben

Wie kann weitgehend garantiert werden, dass keine Jungfische mitgefangen werden?

Stellnetze und Reusen mit entsprechender Maschenweite, EU-Vorgaben, Kontrollen des Landesamtes für Fischerei

Fangbuch mit Angaben zum jeweiligen Fanggerät

Wie wird garantiert, dass genügend geschlechtsreife Fische zur Reproduktion der Bestände beitragen können?

Fangverbot während der Schonzeiten und in ausgewiesenen Laichschongebieten; Kontrolle der Anlandungen

Fahrtenbücher, Fangbücher, Kontrollen in den Fanggebieten

Welchen Beitrag leistet die Küstenfischerei zum Bestandsmanagement?

Respektierung der vom Landesamt für Fischerei festgelegten Zahl der Netze und Maschenweiten, Limitierung der zu pachtenden Reusenplätze, Kontrollen

Einbringen eigener Vorschläge für ein effektives Bestandsmanagement

2. Fischerei und Ökosystem

Die Fischerei wird in der Öffentlichkeit häufig dafür kritisiert, dass sie gravierende negative Auswirkungen auf den Meeresboden, die Bestände unerwünschter Fischarten, Vögeln und Meeressäugern verursache. Obwohl die Fangmethoden der Kutter- und Küstenfischer weitgehend als ökosystemverträglich gelten, ist Beifang auch für Fischer ein echtes Problem, zumal der Beifang durch Schäden an den Netzen auch Kosten verursacht.

Leider haben die gegenseitigen Vorwürfe der unterschiedlichen Interessengruppen dazu geführt, dass jede Seite mit Argumenten aufwartet, die auf unzureichendem Datenmaterial basiert. Voraussetzung für die Konfliktminimierung und die Erarbeitung von Lösungswegen ist deshalb eine über einen längeren Zeitraum zu erstellende Datengrundlage.

Frage

Garantie heute

Garantie künftig

Welche Maßnahmen werden getroffen, um nicht erwünschte Beifänge möglichst zu vermeiden

hier bestehen Informationsdefizite

aktive Unterstützung der Datenerfassung zu Art und Umfang unerwünschten Beifangs,

Umsetzung der aus den erhobenen Daten abgeleiteten Maßnahmen

Wie wird der Beifang von nicht erwünschten Arten reduziert?

auf den Wanderzyklus der Fische abgestimmte Wahl der Fangtechniken  - Kontrolle über Fahrtenbücher und Stichproben

auf den Wanderzyklus der Fische abgestimmte Wahl der Fangtechniken  - Kontrolle über Fahrtenbücher und Stichproben

 

Anpassung der Maschenweiten an die Zielart nach Vorgaben des Landesamtes für  Fischerei

Anpassung der Maschenweiten an die Zielart nach Vorgaben des Landesamtes für  Fischerei

 

 

Einhaltung eines Rückwurfverbotes und Durchsetzung eines Verwertungsgebotes

Wie wird der Beifang von Meeressäugern reduziert?

durch aktive Vergrämungsmittel oder andere Vermeidungs-strategien,

durch verbesserte aktive Vergrämungs-mittel oder bessere Vermeidungsstrategien,

 

Meidung von Gebieten mit  hohen Aufenthaltsdichten

Meidung von Gebieten mit   hohen Aufenthaltsdichten

Wie wird der Beifang von Vögeln reduziert?

Durch periodischen Fangplatzwechsel

Durch periodischen Fangplatzwechsel

 

Meidung von Gebieten mit  hohen Aufenthaltsdichten

Meidung von Gebieten mit  hohen Aufenthaltsdichten

 

 

Suche nach geeigneten Vergrämungsmethoden

Wie wird die Beeinträchtigung der Meeresböden vermieden?

keine Befischung von  Hartsubstraten mit aktivem Fanggerät

keine Befischung von  Hartsubstraten mit aktivem Fanggerät

 

Einsatz von passivem   Fanggerät

Einsatz von passivem Fanggerät

 

bei aktivem Fanggerät  Nachweis der Unbedenk lichkeit

bei aktivem Fanggerät Nachweis der Unbedenklichkeit 

 

aktive Fangmethoden nur dort, wo sie keine Beeinträchtigungen des Ökosystems verursachen

aktive Fangmethoden nur dort, wo sie keine Beeinträchtigungen des Ökosystems verursachen

 

Verbot aktiver Fangmethoden in den Boddengewässern (Kontrollen über Logbücher

Verbot aktiver Fangmethoden in den Boddengewässern – Kontrollen über Logbücher mit GPS Positionsbestimmung

 3.  Garantie der Herkunft

Wie wird sicher gestellt, dass kein Fisch aus anderen Fanggebieten unter dem Siegel verkauft wird?

noch nicht gewährleistet,

aber: Verpflichtungserklärung und Anlandekontrollen

Der Fischer hat seinen Sitz in Mecklenburg- Vorpommern

Anlandekontrollen mit  Bestätigung der Herkunft

  4. Frische

Wie wird die Frische garantiert?

bisher nur durch Augenschein und Geruch

Herkunftsangabe mit Fangzeit und Fangort

bei verarbeitem Fisch zusätzlich Anlieferungs- und Verarbeitungstag

 

Wie erkennt man frischen Fisch?

  • am angenehmen, niemals starken Geruch nach Fisch,

  • an immer klaren unverschleierten Augen,

  • an nie trockener oder schleimiger, jedoch glatter glänzender  Oberfläche mit immer  festen Schuppen

  • am festen Fleisch (ein waagerecht gehaltener Fisch bleibt im wesentlichen steif. Er wirkt niemals schlaff)

  • an roten Kiemen mit noch deutlich erkennbaren Kiemenblättchen

 

Die etwas teureren Fische aus der Langleinenfischerei sind besonders hochwertig. Sie sind an der Verletzung durch den Haken erkennbar, weisen ansonsten äußerlich keinerlei Verletzungen auf.

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 
 
 
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