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Artenschutzprojekt zur Rettung der
Schleiereulen auf Rügen
Transformatorenhäuser als Heimstätten
Die Schleiereule ist wohl unsere schönste
heimische Eulenart. Sie ist etwa taubengroß. Ihr herzförmiger
heller Gesichtsschleier macht sie unverwechselbar.
Neben Kirchen u. a. historischen Gebäuden haben sich in den
letzten Jahren vom Netz genommene Transformatorenhäuser als
geeignete Brutplätze erwiesen. Durch ihre turmförmige Bauweise
bieten sie den Tieren einen vor Raubwild sicheren Brut- und
Überwinterungsplatz.
Der NABU Rügen hat mit dem regionalen Energie-versorger und den
Eigentümern Nutzungsrechte für viele Trafohäuser vertraglich
vereinbart. Er sorgt für deren Sanierung und
artenschutzgerechte Ausstattung.
Im vergangenen Jahr konnten mit
Unterstützung des Umweltministeriums M-V die Trafohäuser in Krimvitz und
Moisselbritz als Artenschutzstationen hergerichtet werden.
Damit sind inzwischen 20 dieser Bauwerke saniert -
und mit Quartierangeboten für verschiedene Tierarten
ausgerüstet worden.
Inzwischen nimmt der NABU Rügen verstärkt darauf Einfluss,
dass weitere dieser die dörfliche Charakteristik prägenden
Bauwerke als Ausgleichsmaßnahme für Eingriffe in Natur
und Landschaft instandgesetzt und dem Artenschutz zur
Verfügung gestellt werden.
Bürger die das Vorhaben mit Spenden oder
eigenen Initiativen unterstützen möchten, weil ein solches
Bauwerk vielleicht auf dem eigenen Grundstück steht, finden im NABU Rügen einen kompetenten
Ansprechpartner.
I

Das Projekt wurde
bisher von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und
Entwicklung aus
Erträgen der Lotterie BINGO! Die
Umweltlotterie, dem Land MV,
der Sparkasse Rügen, der
Mecklenburgischen Brauerei Lübz GmbH und dem
Travel Charme Kurhaus Binz gefördert.
Zeit für Lübzer – Zeit für Naturschutz
Der NABU
Rügen nutzt mit dem Erhalt ehemaliger Transformatorenstationen
die Chance, den gefährdeten Schleiereulen auf der Insel Nist-
und Aufenthaltsstätten anzubieten. Weil neben viel
organisatorischer Arbeit auch eine Menge Geld dafür nötig ist,
braucht der NABU starke Partner. Dem NABU-Kreisverband ist es
gelungen, die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH für dieses
interessante Artenschutz-Projekt zu gewinnen. Über zehn
Trafohäuser auf der Insel Rügen hat die Brauerei die
finanzielle Patenschaft übernommen, mit einer Laufzeit von
fünf Jahren.
Im Mai des Jahres
2002 wurde in der Gemeinde Zirkow direkt neben einem der
Trafohäuser der Vertrag zwischen den beiden Partnern
unterzeichnet. Der damalige Geschäftsführer der Lübzer
Brauerei, Hubert Getzin, war dazu persönlich angereist.
Nach der
Vertragsunterzeichnung startete Hubert Getzin anlässlich der
125-Jahrfeier der Stadt Lübz eine Aktion zum Pflanzen von
Bäumen in MV. Die ersten drei wurden unter reger Beteiligung
der zahlreichen Gäste vor dem Trafohaus mitten in Zirkow in
die Erde gebracht. Die Kooperation zwischen dem namhaften
Unternehmer und dem NABU ist nicht nur ein beachtenswerter
Beitrag zum Artenschutz, sondern trug auch zur Bereicherung
des Ortsbildes der Gemeinde bei.
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Das Trafohausprojekt zum Schutz der
Schleiereulen u.a. Arten wird der Öffentlichkeit
vorgestellt. |
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Das Zirkower Trafohaus vor und nach dem
Umbau |
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Der Geschäftsführer der Lübzer
Brauerei, Hubert Getzin und NABU-Chefin Marlies Preller
vor Ort bei der Vertragsunterzeichnung |
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Das sanierte Trafohaus in Zirkow. |
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"Der Rüganer"
vom 24.04.02: |
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"Ostseezeitung"
vom 11.10.04: |
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"Ostseezeitung"
vom 27.07.06: |
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Fotodokumentation

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