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Das
Igelquartier bietet Igeln als gefährdeter
Tierart eine sichere Überwinterungsmöglichkeit. Die
Totholzhaufen sind gleichzeitig Rückzugsmöglichkeit für
weitere Tierarten.
Igel wandern aus den ausgeräumten Agrar-landschaften immer
häufiger in naturnahe Gärten ein. Dort leben sie in Hecken,
Holzstapeln, Laub- und Reisighaufen. Haben sich diese Tiere
einen Lebensraum ausge-wählt, bleiben sie ihm meist treu.
Igel schlafen am Tage und werden erst nachts aktiv, so dass
sie dem Menschen nur selten begegnen. Der Igel ernährt sich
fleischfres-send, beispielsweise von Käfern, Würmern,
Spinnen und Schnecken und nimmt damit eine wichtige Rolle in
der Bekämpfung von „Schädlingen“. Er benötigt er eine
Wasser-stelle zum Trinken. Bei seinen nächtlichen
Wanderungen kann er Strecken bis zu einem Kilometer zurück
legen, sodass Gartenzäune Schlupfmöglichkeiten aufweisen
sollten. Nach der Nahrungssuche kehren sie jedoch immer
wieder zu ihrem Schlafplatz zurück. In der Zeit von Juni bis
August pflanzen sich die Igel fort und bringen vier bis fünf
Jungigel zur Welt. Leider sind Igel durch Verkehr,
Krankheiten und Nahrungsmangel stark gefährdet, sodass die
Sterberate von Jungigeln bei 70 bis 80 % und bei
ausgewachsenen Tieren zwischen 20 und 40 % pro Jahr liegt.
Gefährdet ist der Igel außerdem durch einen verstärkten
Insektizid-einsatz, wodurch das Nahrungsangebot schrumpft
und die Insekten vergiftet sind. Nicht nur aus diesem Grund
sollte in einem ökologisch bewirtschafteten Schulgarten
grundsätzlich auf Chemie verzichtet werden.
Im Oktober oder November, wenn die Temperaturen sinken,
suchen Igel sich ein Winter-quartier, in dem sie mehrere
Monate ihren Winterschlaf abhalten. Durch ein überzogenes
Ordnungsempfinden und durch zahlreiche Baumaßnahmen
verschwanden Laub- und Reisighaufen und
Rückzugsmöglichkeiten aus vielen Grünanlagen. Durch den Bau
eines sicheren und vor Kälte geschützten Winterquartiers
kann Igeln geholfen werden, den Winter zu überleben.

das Igelquartier im Schulgarten
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