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Lebensräume im Schulgarten
 

 

Das Kräuterbeet wird am Rande des Nutzgartens zum Trockenhang hin angelegt. Im Vordergrund steht die Nutzung der angebauten Pflanzen als Gewürz- und Heilkräuter. Gleichzeitig stellen die blühenden Kräuter eine Erweiterung des Nahrungsangebotes für die im Gartenumfeld lebenden Tiere dar. Vor allem Insekten werden durch die Blüten angelockt.

 

 


Oregano mit Schmetterlingen

Seit es Menschen gibt, beschäftigen sie sich mit der Nutzung der Kräuter und ihrer Kräfte. Zeitweise etwas in Vergessenheit geraten, gewannen durch eine Besinnung auf natürliche Ernährung und sanfte Heilung die Kräuter in den letzten Jahren wieder zunehmend an Bedeutung.

Der Begriff „Kräuter“ hat hier nichts mit dem in der Botanik darunter verstandenen Inhalt zu tun (nicht oder nur wenig verholzende Pflanzen). Die sogenannten Heil-, Gewürz-, Wild- oder Unkräuter werden über ihre Nutzung definiert. So heißen heilkräftige Pflanzen Heilkräuter, geschmacks- und verdauungsfördernde Pflanzen werden zu Gewürz- oder Küchenkräutern und wildwachsende Pflanzen mit einer der Wirkungen werden Wildkräuter genannt. Zu den o.g. Kräutern werden einjährige (z.B. Dill, Borretsch oder Majoran), mehrjährige (z.B. Pfefferminze, Melisse oder Estragon) und selbst verholzende Zwergsträucher (z.B. Thymian, Salbei, Ysop oder Rosmarin) gezählt.

Die Standortansprüche der Kräuter sind sehr verschieden. Zahlreiche im Mittelmeerraum heimische Arten gedeihen auf trockenen kalkhaltigen Böden, die steinig und humusarm sind. Vom Sonnenschein aufgewärmte Steine erhöhen das Wohlbefinden von Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Salbei. Pfefferminze, Petersilie oder Dost bevorzugen dagegen halbschattige Wuchsorte mit nähstoffhaltigeren humusreichen lehmig-sandigen Böden. Waldpflanzen wie Waldmeister oder Bärlauch würden in der prallen Sonne verbrenne. Brunnenkresse, Wasserminze oder Fieberklee lieben Feuchtigkeit in lehmig-tonigen Böden. Der Standort bestimmt auch die Inhaltsstoffe und damit die Wirkkräfte der jeweiligen Pflanze.


Frisch geerntete Kräuter aus dem Ökoschulgarten.

 

 

 

 

 

 

 

Kräuter

 
 


Minze


Ringelblume


Salbei


Thymian


Weinraute


Borretsch
 

Zutaten
Kräutertee


Rezept für einen wohlschmeckenden Kräutertee:

- Minze, Brennesse, Brombeerblätter - als Grundbestandteile, ca. die Hälfte der Gesamtmenge
- Schafgarbe, Spitzwegerich, Kamille, Oregano (blühend), Thymian (blühend), Holunderblüten, Ringelblumenblüten
- Kräuter im Jahresverlauf sammeln, ausgebreitet trocknen, an einem trockenen dunklen Ort aufbewahren
- Für eine große Tasse ca. 1 Esslöffel getrocknete Kräuter mit kochendem Wasser überbrühen, mindestens 5 Minuten ziehen lassen, nach Bedarf mit Honig süßen

Guten Appetit

 

 

 

 

 
 
 
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